CSD Magdeburg

 

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CSD-Forderungen 2013

Gemeinsame Forderungen des CSD Halle und des CSD Magdeburg 2013

Paragraph-ZeichenAuch in diesem Jahr werden die Forderungen zweigeteilt: Auf landes- und bundesweiter Ebene haben sich die CSDs Halle und Magdeburg zusammen getan, um gemeinsame Forderungen zu formulieren. Diese sind im folgenden aufgelistet:

1. Ergänzung der Gleichbehandlungsartikel im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und in der Landesverfassung von Sachsen-Anhalt um das Verbot der Benachteiligung aufgrund der sexuellen Identität.

 

2. Vollständige rechtliche Gleichstellung von Eingetragenen Lebenspartner_innen mit Eheleuten, z.B. beim Einkommenssteuerrecht und beim Recht auf Gründung einer Familie (gemeinsames Adoptionsrecht und gleichberechtigter Zugang zur Insemination) mit dem Ziel einer Öffnung der Ehe für Menschen gleichen Geschlechts.

 

3. Verabschiedung eines gesamtgesellschaftlichen Aktionsplans für Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* (LSBTI) und gegen Homo- und Transphobie auf Bundes- und Landesebene, der auch die Bildungspolitik umfasst.

 

4. Vollständige Rehabilitierung der Menschen, die nach 1945 in beiden deutschen Staaten wegen ihrer Homosexualität verurteilt und ihrer Freiheit beraubt wurden, Einrichtung eines Entschädigungsfonds und Aufhebung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 1957, das den § 175 in seiner nationalsozialistischen Fassung für rechtmäßig erklärte.

 

5. Bereitstellung auskömmlicher finanzieller Mittel für Projekte, die der Beratung von LSBTI dienen oder die in den Bereichen Aufklärung, Öffentlichkeitsarbeit und Bildung zur Vielfalt der Lebensweisen lesbischer, schwuler, sowie Bi-, Trans*- und Inter*-Menschen tätig sind. Unabhängig bestehender finanzieller Zwänge in den Kommunen, im Land und im Bund dürfen bestehende Projektträger nicht in ihrer Existenz gefährdet werden.

 

Beschluss des Lesben- und Schwulenpolitischen Runden Tisches Sachsen-Anhalt vom 07.05.2013.

 

Forderungen des CSD Magdeburg an die Landeshauptstadt Magdeburg

Paragraph-Zeichen2011 und 2013 wurde im Stadtrat beschlossen, enger mit dem CSD in Magdeburg zusammen zu arbeiten. Um die Zusammenarbeit mit der Stadt weiter zu festigen, stellt der CSD Magdeburg e.V. folgende Forderungen auf:

1. Verpflichtende Aus- und Weiterbildung sowie Diversitytrainings zum Schwerpunktthema sexuelle Identität für alle städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Bereichen Kinder, Jugend, Bildung, Soziales, Senioren und Beratung tätig sind, mit dem Ziel eines akzeptierenden, wertschätzenden und kultursensiblen Umgangs mit Lesben und Schwulen, bi-, Trans*- und Inter*-Menschen (LSBTI).

 

2. Beteiligung an und Unterstützung von Aktionen zum Internationalen Tag gegen Homophobie (IDAHO) am 17. Mai* durch die Stadt Magdeburg. Dieser wird seit 2005 mit dem Ziel begangen, internationale Aktivitäten zu koordinieren und Respekt für LSBTI Menschen einzufordern.

*Am 17. Mai 1990 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO beschlossen, Homosexualität aus der Internationalen Klassifikation der Krankheiten [ICD] zu streichen.

 

3. Auskömmliche Finanzierung der Präventions- und Betreuungsarbeit der AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt Nord in Magdeburg durch die Landeshauptstadt.

 

4. Die Situation älterer homo-, bi-, trans*- und inter*-Menschen ist durch kultursensible Altenarbeit und Pflege zu verbessern, die deren Erfahrungen und sexuelle Identität berücksichtigt. Für ältere Menschen mit unterschiedlicher sexueller Identität sind spezifische kulturelle Angebote zu schaffen sowie Bildungs- und Aufklärungsarbeit zu leisten. Hierfür ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Seniorenbeirat und den Einrichtungen der Altenhilfe einerseits sowie dem Lesben- und Schwulenverband Sachsen-Anhalt andererseits zu initiieren und kontinuierlich zu pflegen.

 

5. Im Jahr 2015 ist durch die Stadt Magdeburg aus Anlass des 80. Todestages von Magnus Hirschfeld in angemessener Form des Arztes und Vorkämpfers zur Abschaffung des Paragrafen 175 im Strafgesetzbuch zu gedenken, der in den 90iger Jahren des 19. Jahrhunderts in Magdeburg wohnte und praktizierte. Die Schaffung von Gedenkorten, z.B. am ehemaligen Wohnhaus von Hirschfeld, bzw. die Benennung einer Straße oder eines Platzes nach ihm, ist zu prüfen. In gleicher Weise ist des Bürgerrechtsaktivisten Karl-Heinrich Ulrichs zu gedenken, dessen 120. Todestag ebenfalls 2015 begangen wird.

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