CSD Magdeburg

 

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CSD-Forderungen 2015

Politische Forderungen der CSDs Halle und Magdeburg 2015 - Kurzübersicht

1. Ergänzung von Grundgesetz und Landesverfassung um Benachteiligungsverbot wegen sexueller Identität und Öffnung der Ehe durch Änderung im BGB

2. Volle Anerkennung und umfassende Gleichstellung von Regenbogenfamilien im Sozial-, Sorge-, Adoptions- und Abstammungsrecht sowie beim Recht auf Familiengründung

3. Rehabilitation und Entschädigung homosexueller Strafrechtsopfer nach 1945 in DDR und BRD

4. Implementierung und Umsetzung des landesweiten Aktionsplans für Vielfalt

5. Modernisierung des Transsexuellenrechts

6. Freie Entfaltung und Selbstbestimmungsrecht für Inter*

7. Förderung der Akzeptanz von lsbti*-Lebensweisen durch fächerübergreifende Aufklärung in Schule und Vorschule

8. Auskömmliche und kontinuierliche Förderung von Projekten zur Beratung und Unterstützung von LSBTI* und zur Aufklärung, Öffentlichkeitsarbeit und Bildung

9. Beendigung der Finanzierung von Diskriminierungen jeglicher Art

10. Konsequenter und nachhaltiger Einsatz für Menschenrechte unabhängig von der sexuellen Identität in Entwicklungszusammenarbeit und internationaler Zusammenarbeit sowie Aufenthaltsrecht für wegen ihrer sexuellen Identität Verfolgte


Forderungen des CSD Magdeburg an die Landeshauptstadt Magdeburg 2015 - Kurzübersicht

1. Schaffung eines Denk- und Informationsortes für Magnus Hirschfeld

2. Verstetigung der Zusammenarbeit mit CSD Magdeburg e.V. und LSVD Sachsen-Anhalt durch ein regelmäßiges Gesprächsforum

3. Starke städtische Präsenz und finanzielle Unterstützung von Veranstaltungen wie CSD und Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie

4. Einbeziehung von LSBTI*-Projekten und -Organisationen bei städtischen Veranstaltungen, Präsentationen und Publikationen

5. Nachhaltige Finanzierung von Projekten zur Beratung und Unterstützung von LSBTI* und zur Information, Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung

6. Entwicklung und Verstetigung der Förderung der Präventions- und Betreuungsarbeit der AIDS-Hilfe

7. Öffentliche Diskussion der Befragungsergebnisse von Fachkräften zur Lebenssituation von LSBTI*-Kindern und -Jugendlichen und Erarbeitung eines Maßnahmenkataloges

8. Verpflichtende Weiterbildungen zum Thema sexuelle Identität und Diversitytrainings von städtischen Mitarbeiter_innen

9. Verbesserung der Lebenssituation von älteren LSBTI* und kultursensible Seniorenarbeit und Pflege

10. Unterstützung von LSBTI*-Flüchtlingen und -Asylsuchenden




Politische Forderungen der CSDs Halle und Magdeburg 2015

Laut Beschluss auf der Mitgliederversammlung des LSVD Sachsen-Anhalt und CSD Magdeburg e.V. am 7.3.2015 fordern wir:


1. Ergänzung von Grundgesetz und Landesverfassung um Benachteiligungsverbot wegen sexueller Identität und Öffnung der Ehe durch Änderung im BGB


Wir fordern die Ergänzung der Gleichbehandlungsartikel im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und in der Landesverfassung von Sachsen-Anhalt um das Verbot der Benachteiligung aufgrund der sexuellen Identität. An der Forderung der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare halten wir fest. Zur Umsetzung dieser Forderung ist eine Ergänzung im Bürgerlichen Gesetzbuch notwendig. Die eingetragene Lebenspartnerschaft sehen wir nur als eine Übergangslösung von der Rechtlosigkeit bis zur vollen rechtlichen Gleichstellung an. [Zur Kurzübersicht]


2. Volle Anerkennung und umfassende Gleichstellung von Regenbogenfamilien im Sozial-, Sorge-, Adoptions- und Abstammungsrecht sowie beim Recht auf Familiengründung


Wir fordern eine volle Anerkennung von Regenbogenfamilien und deren umfassende Gleichstellung im Sozialrecht, im Sorge- und Adoptionsrecht, im Abstammungsrecht und beim Recht auf Familiengründung durch Adoption, Insemination und Pflegschaft. [Zur Kurzübersicht]


3. Rehabilitation und Entschädigung homosexueller Strafrechtsopfer nach 1945 in DDR und BRD


Die Menschenrechtsverletzungen an Homosexuellen nach 1945 in beiden deutschen Staaten sind bis heute nicht aufgearbeitet. Deren Opfer wurden nicht rehabilitiert. Deshalb fordern wir eine Aufhebung der nach 1945 aufgrund einvernehmlicher homosexueller Handlungen ergangenen Urteile wegen § 175 StGB bzw. § 151 StGB der DDR und eine Entschädigung der Opfer durch einen Entschädigungsfond. [Zur Kurzübersicht]


4. Implementierung und Umsetzung des landesweiten Aktionsplans für Vielfalt


Wir fordern, das vom Landtag beschlossene Aktionsprogramm für Vielfalt und gegen Homo- und Transphobie durch Rückgriff auf den vom Lesben- und Schwulenpolitischen Runden Tisch Sachsen-Anhalt erarbeiteten Entwurf eines gesamtgesellschaftliche Aktionsplans für Akzeptanz von Lesben und Schwulen, Bi, Trans* und Inter* (LSBTI*) und gegen Homo- und Transphobie unter Einbeziehung des Runden Tisches zügig zu entwickeln und auch in der neuen Legislaturperiode konsequent umzusetzen. [Zur Kurzübersicht]


5. Modernisierung des Transsexuellenrechts


Wir fordern eine Modernisierung des sogenannten Transsexuellenrechts. Die Hürden auf dem Weg zur Vornamens- und Personenstandsänderung sind zu beseitigen und die Würde und das Selbstbestimmungsrecht von Trans*-Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. [Zur Kurzübersicht]


6. Freie Entfaltung und Selbstbestimmungsrecht für Inter*


Auch für Menschen, die mit nicht eindeutigen biologischen Geschlechtsmerkmalen geboren wurden (Inter*), fordern wir das Recht auf freie Entfaltung und Selbstbestimmung. Chirurgische und medikamentöse/hormonelle Eingriffe dürfen nur mit der informierten Einwilligung der Betroffenen erfolgen. [Zur Kurzübersicht]


7. Förderung der Akzeptanz von lsbti*-Lebensweisen durch fächerübergreifende Aufklärung in Schule und Vorschule


Da der Schule und den vorschulischen Einrichtungen eine besondere Bedeutung in der Aufklärung über LSBTI*-Lebensweisen zukommt, fordern wir diese fächerübergreifend und ohne Tabus zu thematisieren und selbiges in der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Informationen über LSBTI* sind in Lehrpläne, Unterrichtsmaterialien, Schulbücher und in die (sozial-)pädagogischen Aus- und Fortbildungsrichtlinien aufzunehmen. Um deren Akzeptanz zu fördern, sind dabei Lehrkräfte, Eltern und Vertreterinnen und Vertreter der LSBTI*-Community frühzeitig einzubeziehen. [Zur Kurzübersicht]


8. Auskömmliche und kontinuierliche Förderung von Projekten zur Beratung und Unterstützung von LSBTI* und zur Aufklärung, Öffentlichkeitsarbeit und Bildung


Wir fordern auskömmliche und kontinuierliche öffentliche Mittel für Projekte und Organisationen zur Beratung und Unterstützung von LSBTI oder die in den Bereichen Aufklärung, Öffentlichkeitsarbeit und Bildung tätig sind. Unabhängig bestehender finanzieller Zwänge in den Kommunen, im Land und im Bund dürfen die Projektträger nicht in ihrer Existenz gefährdet werden. [Zur Kurzübersicht]


9. Beendigung der Finanzierung von Diskriminierungen jeglicher Art


Eine Finanzierung von Homo- und Transphobie durch öffentliche Gelder darf es nicht geben. Wo Hinweise auf homo- oder transphobe Betätigungen einzelner Träger vorhanden sind, fordern wir alle öffentlichen Zuwendungen auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls unverzüglich zu beenden. [Zur Kurzübersicht]


10. Konsequenter und nachhaltiger Einsatz für Menschenrechte unabhängig von der sexuellen Identität in Entwicklungszusammenarbeit und internationaler Zusammenarbeit sowie Aufenthaltsrecht für wegen ihrer sexuellen Identität Verfolgte


Wir fordern in der Entwicklungszusammenarbeit und auf allen Ebenen der internationalen Zusammenarbeit einen konsequenten und nachhaltigen Einsatz für die Menschenrechte unabhängig von der sexuellen Identität. Für Menschen, die wegen ihrer sexuellen Identität in ihren Herkunftsländern Verfolgungen ausgesetzt sind, fordern wir ein unbürokratisches Aufenthaltsrecht innerhalb Deutschlands. [Zur Kurzübersicht]



Forderungen des CSD Magdeburg an die Landeshauptstadt Magdeburg 2015

Laut Beschluss auf der Mitgliederversammlung des LSVD Sachsen-Anhalt und CSD Magdeburg e.V. am 1.3.2014 fordern wir:


1. Schaffung eines Denk- und Informationsortes für Magnus Hirschfeld


Wir fordern die Stadt Magdeburg auf, ihr Engagement zum Gedenken an Magnus Hirschfeld fortzusetzen. Die heißt für uns, dass wir weiterhin die Schaffung eines Denk- und Informationsortes für den bedeutenden Arzt und Wissenschaftler einfordern, z.B. durch Anbringen einer Gedenktafel an dessen ehemaligem Wohnhaus in der Nachtweide oder im Breiten Weg, wo er in Höhe des jetzigen Ulrichshauses eine Praxis betrieb. [Zur Kurzübersicht]


2. Verstetigung der Zusammenarbeit mit CSD Magdeburg e.V. und LSVD Sachsen-Anhalt durch ein regelmäßiges Gesprächsforum


In den letzten Jahren ist eine gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Magdeburg und dem CSD Magdeburg e.V. sowie dem LSVD Sachsen-Anhalt entstanden. Wir fordern, die Zusammenarbeit zu verstetigen und für alle Fragen, die LSBTI* betreffen, ein regelmäßiges Gesprächsforum mit Vertreterinnen und Vertretern beider Seiten zu schaffen. [Zur Kurzübersicht]


3. Starke städtische Präsenz und finanzielle Unterstützung von Veranstaltungen wie CSD und Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie


Bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen im LSBTI*-Bereich wie dem CSD und dem Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie fordern wir eine starke und sichtbare städtische Präsenz sowie finanzielle Unterstützung. [Zur Kurzübersicht]


4. Einbeziehung von LSBTI*-Projekten und -Organisationen bei städtischen Veranstaltungen, Präsentationen und Publikationen


Bei öffentlichen Veranstaltungen sowie bei Präsentationen und Publikationen der Stadt fordern wir eine regelmäßige Einbeziehung der Projekte und Organisationen im LSBTI*- Bereich, um deren Arbeit wert zu schätzen und bekannter zu machen. [Zur Kurzübersicht]


5. Nachhaltige Finanzierung von Projekten zur Beratung und Unterstützung von LSBTI* und zur Information, Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung


Für Projekte und Organisationen zur Beratung und Unterstützung von LSBTI* sowie zur Information, Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung über LSBTI*-Lebensweisen fordern wir nachhaltige Finanzierungen durch die Stadt. [Zur Kurzübersicht]


6. Entwicklung und Verstetigung der Förderung der Präventions- und Betreuungsarbeit der AIDS-Hilfe


Für die Präventions- und Betreuungsarbeit der AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt Nord e.V. fordern wir eine Entwicklung und Verstetigung nicht nur der finanziellen Zuwendungen durch die Stadt. [Zur Kurzübersicht]


7. Öffentliche Diskussion der Befragungsergebnisse von Fachkräften zur Lebenssituation von LSBTI*-Kindern und -Jugendlichen und Erarbeitung eines Maßnahmenkataloges


Wir fordern eine Veröffentlichung und umfassende Diskussion der Ergebnisse der vom Stadtrat beschlossenen Befragung der Fachkräfte im Kinder- und Jugendbereich zur Lebenssituation von lesbischen, schwulen und trans*- Kinder und Jugendlichen in der Stadt Magdeburg. Ein daraus erforderlich werdender Maßnahmenkatalog ist mit den LSBTI*- Organisationen Magdeburgs zu erarbeiten und konsequent umzusetzen. [Zur Kurzübersicht]


8. Verpflichtende Weiterbildungen zum Thema sexuelle Identität und Diversitytrainings von städtischen Mitarbeiter_innen


Für städtische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die in den Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, Erziehung und Bildung, Soziales und Sport sowie in der Seniorenberatung, -betreuung und -pflege beschäftigt sind, fordern wir verpflichtende Aus- und Weiterbildungen zum Thema sexuelle Identität sowie Diversitytrainings mit dem Ziel eines akzeptierenden, wertschätzenden und kultursensiblen Umgangs mit LSBTI*- Menschen. [Zur Kurzübersicht]


9. Verbesserung der Lebenssituation von älteren LSBTI* und kultursensible Seniorenarbeit und Pflege


Wir fordern zur Verbesserung der Lebenssituation von älteren LSBTI* eine kultursensible Seniorenarbeit und Pflege und spezifische kulturelle und Bildungs-Angebote für diese Personengruppe, die deren Erfahrungen und sexuelle Identität berücksichtigt. Eine Zusammenarbeit zwischen dem Seniorenbeirat und den Einrichtungen der Altenhilfe einerseits sowie dem CSD Magdeburg e.V. und dem Lesben- und Schwulenverband Sachsen-Anhalt andererseits ist dabei unumgänglich. [Zur Kurzübersicht]


10. Unterstützung von LSBTI*-Flüchtlingen und -Asylsuchenden



Im Bereich von Flüchtlingshilfe und Asyl fordern wir von der Landeshauptstadt die besondere Berücksichtigung und konsequente Unterstützung von Menschen, die zu uns nach Deutschland gekommen sind, weil sie aufgrund ihrer Homosexualität bzw. LSBTI*-Lebensweisen in ihren Heimatländern gefährdet sind oder gar verfolgt werden. Diese Menschen müssen umfangreiche Informationen in ihrer Muttersprache über Beratungs- und Hilfsangebote erhalten auch und insbesondere im Bereich von LSBTI*. Hierbei fordern wir die Erarbeitung und Umsetzung von Maßnahmen und finanzieller Unterstützung in Zusammenarbeit mit dem LSVD Sachsen-Anhalt e.V. und dem CSD Magdeburg e.V. [Zur Kurzübersicht]


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